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ver.di FilmUnion

5statt12

Tarifverhandlungen für Kinobeschäftigte

 
Kein besseres Angebot auf Arbeitgeberseite – UCI-Kinowelt verfolgt nun einen eigenen Weg!

(Köln, 10. Juni 2011) Die Verhandlungen für die etwa 6000 Kinobeschäftigten, zwischen dem Arbeitgeberverband HDF-Kino und ver.di, ging heute in die dritte Runde. Sie wurde nach vier Stunden ergebnislos und ohne Vereinbarung eines weiteren Verhandlunsgtermins beendet. UCI-Kinowelt will nun einen Haustarifvertrag verhandeln, offenbar um die Forderungen von ver.di zu erfüllen.


Die dritte Verhandlungsrunde der Tarifverhandlungen zwischen ver.di und HDF-Kino endete ergebnislos und mündete anschließend in einer unerwarteten Situation. Obwohl die Arbeitgeber in der zweiten Verhandlungsrunde eine Verbesserung ihres Angebots bestehend aus einem Sockelbetrag von 0,25 € ab dem 01.07.2011 und einer Erhöhung um 2,6 % ab dem 01.07.2012 signalisiert hatten, wurde in der heutigen Verhandlungsrunde doch kein neues Angebot vorgelegt. Für eine Verbesserung des Arbeitgeberangebots konnte im HDF-Kino offenbar keine Einigkeit erreicht werden. Lediglich eine Nachbesserung im „Zehntelbereich“ wäre drin gewesen. Die weiteren ver.di-Forderungen wurden weitgehend abgelehnt.
Die ver.di-Verhandlungskommission hat den eigenen Kompromissvorschlag aus der letzten Verhandlunsgrunde noch einmal bekräftigt. Für ver.di muss ein Abschluss mindestens einen Sockelbetrag von 0,45 € ab sofort und eine lineare Erhöhung von 4,5 % ab Mitte nächsten Jahres betragen. Zusätzlich muss die geringere Erhöhungswirkung für die Vorführer durch eine Sonderzahlung ausgeglichen werden. Die Einführung der zusätzlichen Berufsjahresstufen kann im Juni 2012 geschehen.
Da die Arbeitgeber die berechtigten Forderungen der Beschäftigten ignorierten und starr auf ihrem Angebot beharrten, wurden die Verhandlungen dann nach vier Stunden ergebnislos und vorerst ohne Vereinbarung eines weiteren Verhandlunsgtermins beendet.
Im Anschluss an die Verhandlungen sind die Vertreter von UCI-Kinowelt in der HDF-Verhandlungskommission auf ver.di zugekommen. Sie wollen zukünftig einen eigenen Weg verfolgen und haben ver.di zu Haustarifverhandlungen aufgefordert. In dem anschließenden kurzen Sondierungsgespräch signalisierten die UCI-Vertreter, dass sie im Rahmen der Haustarifverhandlungen auf unseren gegenüber dem HDF-Kino vorgelegten Kompromissvorschlag, von 0,45 € ab sofort und einer Erhöhung von 4,5 % ab Mitte nächsten Jahres und die weiteren ver.di-Forderungen durchaus eingehen werden. Ver.di hat UCI zur Übermittlung eines verbindlichen Angebots aufgefordert. Anschließend wird das Angebot im zuständigen Tarifgremium, dem Bundesausschuss Kino, beraten. Dann könnte die Verhandlung mit UCI zu einem Haustarifvertrag am 21. Juni 2011 beginnen.
Die ver.di-Verhandlungskommission wird sich nun für die Kinobeschäftigten, für die der HDF-Tarifvertrag gilt, um ein Tarifergebnis bemühen und versuchen, die dringend benötigten Entgeltsteigerungen auch für sie zu erreichen. Erste Gespräche mit dem HDF-Kino, wann es mit den Tarifverhandlungen weitergehen kann, werden am kommenden Dienstag geführt.




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